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Projekt:
Hebung EÜ Wilbringer Brücken in Waltrop über den Datteln-Hamm-Kanal
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Ausführungszeitraum:
August 2005 – Dezember 2006
Anfangszustand 1
Anfangszustand 1
Auftraggeber:

DB Netz AG, Niederlassung West; Projektleitung: DB ProjektBau GmbH, Niederlassung West, Tonhallenstr. 16, 47051 Duisburg

Bauleistungen:
  • Herstellung eines ZEBs
  • Herstellung von 1000 m Gleislängsverbau zur Herstellung der neuen Gleistrassierung
  • Ausschwimmen und Rückbau des Überbaus der Wilbringer Zechenbahnbrücke
  • Anheben der verbleibenden Überbauten
  • Erneuerung der Brückenbalken und der Seitengehwege
  • Herstellung der Rampen zur Erneuerung der Gleistrassierung
  • Herstellung von Stützwänden zur Verbreiterung des Bahndammes
  • Rückbau des alten RWE Anschlussgleises
  • Herstellung einer neuen Anbindung des Umspannwerkes durch eine ZHA (zungen- und herzstücklose Anschlussweiche), Neutrassierung der Rampen
  • Herstellung von Anlagen der Leit- und Sicherungstechnik mit ihren Kabelkanälen
Veranlassung:

Die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) beabsichtigte die verbliebenen zwei Eisenbahnüberbauten der Strecke 2250 über den Datteln-Hamm-Kanal im Zuge des Ausbaus für Großmotorgüterschiffe auf eine Mindestdurchfahrtshöhe von 5,25 m über den oberen Grenzwasserstand anzuheben.

Besonderheiten:

Die Auftragserteilung erfolgte durch die Wertung eines Nebenangebotes, welches vorsah, den auszubauenden Boden mit einer Kalkstabilisierung aufzubereiten und wieder einzubauen. Somit konnten auftraggeberseitig entstehende Entsorgungskosten eingespart werden. Im Zuge der Baumaßnahme werden ca. 21.000 m³ Boden ausgebaut und ca. 30.000 m³ wieder eingebaut. Die Baumaßnahme ist in 2 Bauabschnitten aufgeteilt, so dass der Zugverkehr nicht eingeschränkt werden muß.

Bauphasen:
1) Rückbau der Zechenbahnbrücke und der Gleisanlage
Bauphasen-Bild
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2) Herstellung des Gleislängsverbaus / Aufhöhung des Bahndammes
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3) Gründung der Widerlageraufhöhung als Bohrpfahlgründung
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4) Angehobener Überbau zur Herstellung der Widerlageraufhöhung
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5) Neutrassierung der Gleisanlage mit neuer Anbindung als ZHA des Umspannwerkes
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6) Seitengehwegerneuerung auf dem Überbau
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7) Stützwände zur Herstellung der Dammverbreiterung im Bereich der Nachbarbebauung
Bauphasen-Bild
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8) Technische Daten

Brückenbauwerk
Die stählernen Fachwerküberbauten stammen aus den Jahren 1910 –1912. Nach dem 2. Weltkrieg wurden die eingleisigen Fachwerküberbauten teilerneuert. Bereits im Jahre 1961 sind die Brückenwiderlager für eine Brückenhebung erstmalig um 0,60 m aufgehöht worden.
Die genieteten Einfeld-Stahlkonstruktionen haben eine Stützweite von 80,00 m und haben ein Eigengewicht von ca. 400 to. Die Widerlager werden nun um 1,15 m angehoben, um die lichte Durchfahrtshöhe für die Schifffahrt zu verbessern.

Stützwände
Die Stützwände wurde als Fertigteilbauweise mit Anschluss an eine Spundwandgründung
hergestellt. Sie sichern die verbreiterte Böschung im Bereich der unmittelbaren Nachbarbebauung.

ZHA (zungen- und herzstücklose Anschlussweiche)
Um den Wartungsaufwand für den Gleisanschluss an das Umspannwerk möglichst gering zu halten, wurde eine zungen- und herzstücklose Anschlussweiche eingebaut. Für Schienentransporte zum Umspannwerk wird diese umgebaut um den Anschluss herzustellen. Nach dem Transport werden die Fahrschienen zurückgeschwenkt und in die Ursprungstrasse montiert.